Winter Wonderland

6 01 2009

Als es am letzten Sonntag anfing zu schneien, habe ich mich wirklich wie eine Schneekönigin gefreut. Vor allem weil alles liegen blieb :-D . Ich liebe Schnee!!! Nur das Verkehrschaos am nächsten morgen (erster Arbeitstag!) war nicht so berauschend. Ich will mich allerdings nicht beschweren, schließlich bin ich heile auf der Arbeit und später auch zu Hause angekommen.

Nun wurden uns für heute polarähnliche Temperaturen vorausgesagt, die sich bestätigten. Aber ist es nicht herrlich da draußen. Ich könnte heulen vor Glück ;-) . Da ich Raucher bin, komme ich zwangsläufig am Tag öfter mal an die eisige Luft und genieße es in vollen Zügen. Dieser blaue Himmel ist einfach nur fantastisch. Schade nur, dass ich zum Feierabend nichts mehr von diesem herrlichen Wetter haben werde :-( . Egal, denn ein Blick aus dem Fenster lässt mich diesen Gedanken für einen Moment vergessen.

Aber mal ganz ehrlich, wer braucht denn jetzt noch Skiurlaub in Österreich oder der Schweiz? Man muss nur vor die eigene Haustür gehen und ist im Winter Wonderland ;-) . Hier ein paar Impressionen vom Vortag aus Castrop-Rauxel und aus Dortmund (ja ich weiß, die Strommasten sind nicht gerade ästhetisch, aber ich hatte keine Lust zu retuschieren ;-) ):

Copyright © Denja





Synchrotron (DELTA) Dortmund

1 07 2008

Was sich zunächst anhört, als könnte es eine stylische Diskothek in Dortmund sein, entpuppt sich als etwas ganz anderes.

Vor kurzem hatte ich mit Soulkeeper, tg, Daniel und dem M eine nette und vor allem äußerst interessante Unterhaltung über den Large Hadron Collider in Genf.

Kurze Erläuterung laut Wikipedia:

“Der Large Hadron Collider (LHC, zu deutsch Großer Hadronen-Speicherring ) ist ein Teilchenbeschleuniger für Hadronen, der zurzeit am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf gebaut wird. Im LHC werden im Vakuum Protonen und Bleiatomkerne mit nahezu Lichtgeschwindigkeit zur Kollision gebracht, um Elementarteilchen zu erzeugen. Dabei hofft man auf die Entstehung besonders massereicher Elementarteilchen, insbesondere des zwar vorhergesagten, bislang jedoch noch nicht nachgewiesenen Higgs-Bosons. Die Kosten des LHC werden sich auf über drei Milliarden Euro belaufen.”

Heute morgen auf der Arbeit wurde ich also gefragt, ob ich Lust hätte mir das Synchrotron oder auch Delta in Dortmund anzuschauen. Klar hatte ich Lust. Alles war besser, als im stickigen Büro zu hocken. Kurze Zeit später erfuhr ich erst, worum es sich handelt.
Das Synchrotron ist sozusagen der ganz kleine Bruder des LHC. Ebenfalls ein Teilchenbeschleuniger (speziell für Synchrotronstrahlung), dessen Speicherring allerdings keine Länge von 27km sondern (im äußeren Bereich) von 160 Metern hat.

Ein mulmiges Gefühl hatte ich trotzdem, als ich dort heute vor Ort Fotos machen sollte, auch wenn das Ding ausgeschaltet war, schließlich wollte ich nicht als “Glühwürmchen” enden. Aber super interessant und imposant fand ich es trotzdem. Wann bekommt man sowas schonmal vor die Linse :-) ?

Hier ein paar Impressionen:

Copyright © Denja





Meine erste Woche

14 01 2008

Die Zeit geht einfach viel zu schnell rum. Erst freut man sich auf seinen zweiwöchigen Urlaub über Weihnachten und ehe man sich versieht, hat man schon die erste Woche im neuen Job hinter sich.

Gott sei dank habe ich eine sehr nette Kollegin erwischt, die mit mir zusammen im Büro sitzt. Ich war es zwar schon vorher gewohnt mit mehreren Leuten in einem Büro zu arbeiten, aber ich hatte immer deutlich mehr Platz. Direkt hinter mir ist nun eine Wand und ich muss beim Aufstehen aufpassen, dass ich nicht direkt mit dem Stuhl vor die Wand knalle ;-) . Aber auch daran werde ich mich über kurz oder lang gewöhnen und zumindest gibt es die Aussicht auf ein neues, größeres Büro, sobald der Neubau an der Dortmunder Uni fertig ist. Wir werden zwar nicht in den Neubau umziehen, aber auch hier im Haus gibt es deutlich größere und schönere Büros.

Die restlichen Kollegen die ich bisher kennengelernt habe waren auch sehr nett zu mir und ganz besonders einige der Wissenschaftler habe ich schon ins Herz geschlossen. Das liegt größtenteils an ihrer Art, wie sie sich verhalten. Einige sind so lustig „verwirrt“ :D . Toll!!!

Diese Woche Donnerstag werde ich den ersten Teil meiner Schulung im Bereich TYPO3 in Angriff nehmen und hoffe, dass ich mich schnell einarbeiten kann. Momentan betreue ich ein paar Print Projekte für eine Konferenz in Berlin und soll auch ein Design für einen Messestand umsetzen. Bald werde ich mich an die Umgestaltung der Website und des Intranets begeben müssen und hoffe, dass mich dort kein heilloses Chaos erwartet :) , aber die Kollegen die das bis jetzt betreuen haben einen sehr kompetenten Eindruck gemacht.

Alles in Allem finde ich mein neues Arbeitsumfeld sehr spannend, auch wenn es ein ganz anderes arbeiten ist als bisher. Ich hoffe, dass ich meine sechs Wochen  Probezeit (jetzt nur noch fünf ;) ) gut und schnell hinter mir lassen kann und freue mich auf eine schöne und lehrreiche Zeit.





Mein neuer Job

14 12 2007

Seit einer Woche habe ich nun die Gewissheit einen neuen Job zu haben. Ab dem 07.01.2008 werde ich mich an meinem neuen Arbeitsplatz einarbeiten. Ich war selber erstaunt, dass ich so schnell in einer anderen Firma untergekommen bin.

Am 04. Dezember hatte ich dort mein Vorstellungsgespräch. Natürlich war ich ein wenig aufgeregt, aber ich hatte überhaupt keine Angst vor diesem Gespräch. Also rein in die Gute Stube.

Zunächst wurde ich von einer netten Dame aus der Personalabteilung empfangen und in einen Besprechungsraum geführt. Nach zehn Minuten erschienen noch zwei meiner neuen Kollegen, die an dem Gespräch teilnehmen wollten. Nun saß ich also drei Menschen gegenüber, die über mein Schicksal urteilen sollten. Alle schauten mich erwartungsvoll an, aber keiner sagte etwas. Kurze Zeit später fasste ich mir ein Herz und stellte mich zunächst ausführlich vor. Keine fünf Minuten später hatte ich schon die ersten herzhaften Lacher auf meiner Seite. Ich präsentierte nun also ein paar meiner Werke und die Schwerkraft schien immer mehr an den Kinnladen der Anwesenden zu zerren. Mit so vielen Sachen hatten sie anscheinend nicht gerechnet. Plötzlich ging die Tür auf und Jurymitglied Nr. 4 betrat den Raum. Jetzt wurde es aber richtig gemütlich. Die gute Frau war wohl sonst für die Gespräche zuständig aber sie meinte nur grinsend zu mir: “Normalerweise fragt man ja noch sowas wie, WAS SIND IHRE STÄRKEN, WAS SIND IHRE SCHWÄCHEN, blablabla. Das sparen wir uns jetzt mal”.

Weiter ging es mit meiner kleinen Präsentation. Jurymitglied 4 bemerkte irgendwann, dass ich passend zu einem DVD-Cover (was ihr anscheinend sehr gut gefiel ;) ) auch ein Plakat gestaltet habe und wollte das unheimlich gerne sehen. Sie sagte: “Mensch, ist dass nicht wieder der nette junge Mann mit dem freien Oberkörper?” Alle lachten schallend und ihren Wunsch konnte ich natürlich nicht abschlagen. Und nein, es handelte sich nicht um ein Porno-Cover oder ähnliches, solche “Schweinereien”, wie mein Chef sagen würde, verkaufen wir nämlich nicht.

Als sich das Gespräch dem Ende neigte (das eher einem Kaffeeklatsch ähnelte, als einem Bewerbungsgespräch, denn eine Stunde war zu dem Zeitpunkt locker um), wurde mir mitgeteilt, dass ich noch mit dem Chef und noch einem weiteren Kollegen sprechen sollte. Also ab ins nächste Büro. Auch hier verbrachte ich bestimmt zwanzig Minuten, bis sich herausstellte, dass mein neuer Chef im Stau festsaß und es nicht mehr rechtzeitig schaffen würde. Nun ja, mir wurde angeboten, dass sich nochmal jemand wegen einem neuen Termin bei mir melden würde. Kein Problem dachte ich mir, sehr gerne.

Zwei Tage später rief mich die nette Dame aus der Personalabteilung völlig aufgelöst vor Freude an und sagte mir: “Frau Koch, wenn Sie … ähm Zeit <kurze Pause> können Sie heute mittag spontan vorbeikommen, wir hätten da ihren Vertrag, den sie nur noch unterschreiben müssten. Bei Ihnen waren wir uns alle sofort einig, wir wollen sie unbedingt so schnell wie möglich haben!!!” 

Mit Kusshand wurde ich also vor kurzem empfangen und es wurde darum gebeten, doch schnellstmöglich meine Arbeit anzutreten. So eine positive Aufregung wegen meiner Persönlichkeit war mir fast fremd. Zumindest war es sehr schön zu erfahren, dass man sich so sehr auf mich freut, denn ich freue mich jetzt auch :D !!!





Und es geht weiter…

31 10 2007

Gestern war es endlich soweit. Ich habe meinen neuen Arbeitsvertrag erhalten. Endlich!!! Was ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht wusste, war, dass mein Chef sich wegen einer unserer Führungskräfte hat inspirieren lassen.

Zur Erklärung:
Kündigungen wurden hier mittlerweile eine Menge ausgesprochen und es wurde trotzdem versucht, soviele Personen wie möglich weiterhin zu beschäftigen, was ja auch ein netter Ansatz ist. Darunter auch jemand der für unseren Musik Bereich die Internetpräsenz gepflegt hat, nennen wir ihn Herrn W. (der übrigens schon gekündigt war). Der Musik “Chef” versuchte mit Biegen und Brechen Herrn W. wieder ins Boot zu bekommen und hat es auch erstmal mit einer unglaublichen Frechheit geschafft.

Und nun zu meiner Wenigkeit:
Vor zwei Monaten wurde mir zunächst mündlich mitgeteilt, dass ich weiterhin einen Job haben würde. Gestern stellte sich allerdings heraus, dass Herr W. mit mir um diesen Arbeitsplatz “kämpfen” soll. Wir werden nun gleiche Projekte betreuen und es wird entschieden, welches Design besser ist. Denn wer am Ende mehr Striche auf seiner Liste zu verzeichnen hat, der hat “gewonnen”. Ist das nicht wunderbar, mein Chef ist so ein lustiger Typ und immer für ein spontanes Spielchen zu haben. Aber das ich diesmal wieder eine Hauptrolle auf seinem Spielbrett einnehmen muss, hängt mir nicht nur zum Hals raus. Am liebsten hätte ich gestern mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Das ist wirklich die größte Frechheit, die ich mir in meiner beruflichen Laufbahn gefallen lassen musste, und da gab es leider schon einiges anderes. Keiner in der Frima versteht, was da gerade mit mir gemacht wird, alle sind auf meiner Seite (was ich auch wirklich sehr zu schätzen weiß). Nur was bringt es mir, wenn Herr W. (der hier schon vorher für einen Hungerlohn gearbeitet hat) auch weiterhin für diesen niedrigen Kurs malocht?!? Dann kann ich meine Koffer packen, denn mein Chef guckt mittlerweile nur noch auf Zahlen und die sollten möglichst niedrig ausfallen.

Jetzt kann ich mich mit einem völlig berufsfremden und in diesem Bereich unfähigem Menschen herumschlagen, der weder ne Ausbildung in diesem Bereich genossen hat, noch sonst irgendetwas. Ich musste mir sogar von meinem Chef vorwerfen lassen, dass ich meinen Job nicht immer ernst nehmen würde. Und womit hat er diesen Vorwurf begründet? Richtig, mit den Worten des Musikchefs, der sowieso ein riesiges Arschloch ist und mittlerweile seine eigenen Felle wegschwimmen sieht. Dafür, das ich meine Arbeit nicht ernstnehme, war ich aber ziemlich flexibel und habe versucht zu helfen wo es nur ging :evil: . Erbärmlich!!! So langsam frage ich mich wirklich nur noch, warum ich mir das antue, bzw. antuen lasse. Bewerbungen werden nun in Angriff genommen und ich werde mein bestes versuchen, um dieses Kapitel endlich zu Ende zu bringen.

Ich bin mit den Nerven am Ende, ich habe keine Freude mehr an meinem Beruf und das schlimmste, ich überlege mittlerweile schon, ob ich etwas anderes machen soll. Muss das denn alles sein? In letzter Zeit konnte ich nach dem ganzen Theater, was wir ja sowieso hatten endlich mal wieder etwas beruhigter schlafen. Nun sitze ich wieder auf einem heißen Stuhl. Mittlerweile bin ich mir dafür allerdings zu schade, lange genug musste ich hier das Mädchen für alles spielen. Jetzt ist endgültig Feierabend. Ich finde auch ich habe etwas besseres verdient und ich mache mir hier für diesen Drecksverein nicht länger die Nerven kaputt. Und bevor ich hier eines Tages vor Wut zerplatze, verlasse ich lieber jetzt das eh schon stark angeschlagene und sinkende Schiff.





Pure Langeweile

23 10 2007

Ja ihr lest ganz recht. Seit Tagen, ach was rede ich, seit mindestens einer Woche sitze ich hier auf der Arbeit und habe nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun (außer ein paar Kleinigkeiten, die der Rede nicht wert sind). Das kann man wohl auch unter anderem der misslichen Lage der Firma zuschreiben. Ein Großteil würde im Moment bestimmt ganz gerne mal mit mir tauschen, aber glaubt mir, Langeweile ist das schlimmste, was einem am Arbeitsplatz passieren kann. Ich hab so langsam schon das Gefühl, dass das Internet für mich nichts mehr zu bieten hat.

Bei mir auf der Arbeit gibt es nur zwei Extreme:

1. Arbeit bis zum umfallen, oder
2. Aufpassen, dass man nicht beim Nickerchen erwischt wird ;)

Zu allem Übel hinzukommend ist mein Arbeitskollege auch noch krank, denn der sorgt sonst zu solchen Zeiten mal ein wenig für Spaß und Heiterkeit. Mein anderer Kollege ist nicht so wirklich kommunikativ, zwar nett, aber doch sehr in sich gekehrt und zurückhaltend. Und ich sitze hier nun und frage mich, was ich bis zum Feierabend noch anstellen könnte?!? In der Zeit, die ich versuche mit rumsurfen totzuschlagen, könnte ich so viel erledigen, aber nein, man muss hier seine acht Stunden wörtlich “absitzen”.

Mhhh, auf Shadowbane (ein von mir schon sehr oft empfohlenes Online Multiplayer Spiel :) ) hab ich heute zur Abwechslung mal keine Lust drauf, zumindest im Moment noch nicht. Ich beobachte schon aus Langeweile Auktionen bei ebay. Der Feirabend muss kommen und zwar schnell!!! Zum Thema “Veierabend” gab es ja schon mal eine lustige Werbung von Veltins. Mehrere Kollegen haken sich auf Bürostühlen sitzend hintereinander ein und am Ende sitzt sozusagen der “Steuermann” mit einem Megaphon und treibt seine Meute an. Heute würde ich das gerne mal live nachstellen :D .

Ich glaub mir ist wirklich nicht mehr zu helfen. Es sei denn ihr habt nützliche Tipps und Tricks für mich, wenn mal wieder harte Zeiten anbrechen :) . Zumindest wäre ich euch dafür jetzt gerade furchtbar dankbahr, ehrlich!!!





Warum eigentlich?

2 10 2007

In meiner Firma geht es nach wie vor drunter und drüber, aber irgendwann reißt auch mal bei mir der Geduldsfaden.

Auf gut Deutsch:
“Ich hab’ die Fresse dick!”
“Da krieg isch Plack!”
“Ich geh kaputt, wer geht mit?”
“I break together!”

Mein Vorgesetzter glänzt mal wieder mit Abwesenheit, während sich meine Kollegen aus der Grafikabteilung aufgrund von akuter Unterbesetzung den Arsch aufreißen müssen, um die “Traumfirma eines jeden Arbeitnehmers” zumindest noch nach außen hin “am kacken” zu halten. Zur Zeit lässt sich mein lieber Arbeitgeber wahrscheinlich den Wanzt von der mallorkinischen Sonne bräunen und hat nichts anderes im Kopf, als seine allzu niedlichen Haustiere zu umsorgen.

In meiner jetzigen Abteilung sieht es wahrlich nicht viel besser aus. Aktualisierungen der Firmenwebsite ziehen mittlerweile einen Rattenschwanz hinter sich her, der von den zwei Personen (demnächst nur noch einer Person) nicht mehr zu bewältigen ist. Hautptsache man bombardiert den Endkunden mit unnötigem Nonsense!!! Aber wir sind halt anders als andere :evil: !!!

Nun, da ich ja hier anscheinend mittlerweile nicht mehr das einzige “Mädchen für alles” bin darf ich mich wohl auch nicht mehr beschweren. Wir sagen uns hier schon nicht mehr “Guten Morgen”, sondern singen an unseren Arbeitgeber gerichtet:


Danke für meine Arbeitsstelle
Danke für jedes kleine Glück.
Danke für alles Frohe, Helle und für die Musik.

Ich kann nur hoffen, dass es mir bei der neuen Firma besser ergehen wird, aber so lange mein Arheitgeber weiterhin beide Unternehmen sein Eigen nennt, wird das wohl nichts. Drückt mir die Daumen bevor ich hier endgültig Amok laufe.





Mein neuer Arbeitsvertrag

1 10 2007

Da mein neuer Arbeitgeber es irgendwie nicht für nötig hält einen Arbeitsvertrag für mich vorzubereiten, musste dafür schon ein Arbeitskollege herhalten. Ich muss sagen, das Ergebnis ist einzigartig und unverwechselbar!!! Ich halte nun meinen neuen Arbeitsvertarg endlich in den Händen und bin sprachlos vor lauter Glück. Die Klausel “Viel Arbeit und kein Geld dafür” wurde dabei gottseidank völlig vergessen. Puh, da bin ich aber nochmal mit nem blauen Auge davon gekommen. Ansonsten ist er aber komplett :D .

Und hier ist er:

Meine neuer Arbeitsvertrag!!!





Was mit mir passiert!!!

30 08 2007

Einigen von euch hatte ich ja erzählt, dass mein Chef am Dienstag eine Betriebsversammlung einberufen hatte. Da schon seit geraumer Zeit ein Unternehmensberater bei uns durchs Haus schleicht, wussten natürlich die meisten, dass es nicht so gut um die e-m-s steht. Zeitungsartikel und der Kurseinbruch unserer Aktie ließen daran keinen Zweifel mehr über.

Am Dienstag fanden sich nun die Mitarbeiter in vorgesehener Räumlichkeit zusammen. Alle warteten gespannt auf unseren Chef. Kurze Zeit später erschien er dann auch und ließ die Versammlung sehr angenehm beginnen. Nachdem er seine “Rede” beendet hatte, überließ er das Wort unserem Unternehmensberater, der sich auch gleich zu Beginn mit bestimmten Äußerungen direkt ins Abseits schoß.

Es ging unter anderem darum, dass die e-m-s in nächster Zeit 4 Hürden hinter sich lassen müsse, um weiterhin bestehen zu können. Eine der Hürden wäre der Stellenabbau. Der Unternehmensberater mutmaßte also lächelnd über das doch sehr traurige Thema mit den Worten: “Wir müssen versuchen das Beste zu geben, denn wir möchten ja schließlich auch noch nächstes Jahr Spaß miteinander haben. Mittlerweile fühle ich mich so zu dieser Firma hingezogen, dass ich mit Herrn W. (Chefe) vereinbart habe, mit ins Boot einzusteigen… Trotzdem müssen wir uns von dem ein oder anderen verabschieden”. Und so weiter und so weiter. Toll dachten wir uns, damit er sich bei uns breitmachen kann, müssen mindestens zwei bis drei andere Angestellte gehen, MINDESTENS!!! Großes Tennis!!!

Jetzt aber zu mir. Mein Chef nannte am Dienstag ein paar Personen die “gefährdet” seien, unter anderem auch mich, zwar nicht namentlich, aber doch sehr offensichtlich. Nun wurde ich gestern zu ihm gebeten. Mit einer Flasche Wasser machte ich mich dann auf den Weg zu ihm. Ich betrat das Büro und er lachte erstmal schallend. Was hat er denn?, fragte ich mich. “Sie bringen ja ihre eigenen Getränke mit. Haha. Das habe ich ja noch nie erlebt!” Aha Herr W. sehr interessant. Er fragte mich danach ob ich mit dieser “Einladung” gerechnet hätte und mit einer Kündigung. Beides konnte ich nur mit einem klaren JA beantworten, da ich eine der jüngsten im Haus bin und erst seit einem Jahr fest angestellt bin. Anschließend erzählte er mir, dass er ja wüsste, dass ich für das Partnerunternehmen 3L der e-m-s für drei Wochen gearbeitet hätte (anscheinend hat seine Tochter ein gutes Wort für mich eingelegt, die ist nämlich auch in dem Laden beschäftigt) und nun folgte sein Angebot: “Möchten Sie bei dem 3L Filmverleih tätig werden?” meine Erwiederung war “In welcher Positiom?” seine Antwort “Anstelle von Herrn B., dem Grafiker des 3L Filmverleihs”. Kurzzeitig klappte mir die Kinnlade auf die Oberschenkel. Sollte ich jetzt der Ausschlaggeber dafür sein, dass ein anderer Kollege wegen mir gehen muss?

Zu meiner Beruhigung habe ich gestern noch erfahren, dass Herr B. einen Zeitvertrag für 1 Jahr hatte, der jetzt wohl abgelaufen ist. Wenn alles gut geht bin ich also bald als Grafikerin für den 3L Filmverleih tätig. Gut für mich, dass ich endlich wieder meiner erlernten Arbeit nachgehen kann. Da habe ich wirklich Glück im Unglück gehabt. Meine Mama meinte nur zu mir, dass ich mich nicht selber immer so schlecht ansehen sollte, schließlich würden die ja einen Grund haben mich weiterhin haben zu wollen. Vielleicht kann ich mittlerwile wirklich mal etwas stolz auf mich sein. Das Küken geht nun seinen Weg!!!








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