Begegnung der dritten Art

23 06 2009

Dieser Beitrag hat in erster Linie erstmal nichts mit der Verfilmung von Steven Spielberg zu tun, oder vielleicht doch?

Da möchte man in seiner Mittagspause einfach nur Ruhe haben und einen kleinen Spaziergang im nahegelegenen Wald unternehmen. Auf dem Rückweg – ich befand mich schräg gegenüber von der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“ (so viel Zeit muss sein) – als mich zwei junge Damen ansprachen (die beiden kamen aus der Kirche). Vielleicht hätten da schon meine Alarmglocken läuten sollen, aber da war es auch schon zu spät. In so einem Moment kommt man sich ein bisschen wie ein verschrecktes Reh vor, dass in den letzten Sekunden versucht einen Fluchtweg zu entdecken.

Vergeblich -  man sprach mich an. Beide mit einem Button an der linken Brust gewappnet auf dem irgendwas mit „Jesus Christus“ stand. Egal. Mit furchtbarem Akzent (wohl beide Amerikanerinnen) wollte man mich in ein Gespräch verwickeln. Man fragte mich nach meinem Glauben, das die beiden Gott ja ganz toll fänden und ob man mich denn nicht mal für ein weiteres Gespräch besuchen kommen dürfte? HALLO!!! Stop, jetzt reichts aber wohl. Nicht nur das die beiden mir durch ihr Geschwafel mehr als zehn Minuten meiner Pause geklaut haben, NEIN, jetzt will man die Leute auch schon zu Hause bei Kaffee und Kuchen zum Glauben bekehren (die beiden waren noch nicht mal Zeugen Jehovas, die ja schonmal vor der Haustür stehen können). Als sie merkten, dass ich nicht wirklich umzustimmen war drückte man mir noch eine Broschüre in die Hand.

Am liebsten würde ich das Ganze mal einscannen. Wirklich herrlich … auf der Frontseite der Broschüre in fetter Schrift „Die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi“. Die Bilder im Innenteil zeigen die typisch amerikanischen Friede-Freude-Eierkuchen-Familien und so weiter und so weiter. Ne, mit sowas bekehrt man mich nicht zum Glauben, ich muss eher schmunzeln :-) .

Das Beweisstück bringe ich mal mit in die Kulisse ;-) .