Seit einer Woche habe ich nun die Gewissheit einen neuen Job zu haben. Ab dem 07.01.2008 werde ich mich an meinem neuen Arbeitsplatz einarbeiten. Ich war selber erstaunt, dass ich so schnell in einer anderen Firma untergekommen bin.
Am 04. Dezember hatte ich dort mein Vorstellungsgespräch. Natürlich war ich ein wenig aufgeregt, aber ich hatte überhaupt keine Angst vor diesem Gespräch. Also rein in die Gute Stube.
Zunächst wurde ich von einer netten Dame aus der Personalabteilung empfangen und in einen Besprechungsraum geführt. Nach zehn Minuten erschienen noch zwei meiner neuen Kollegen, die an dem Gespräch teilnehmen wollten. Nun saß ich also drei Menschen gegenüber, die über mein Schicksal urteilen sollten. Alle schauten mich erwartungsvoll an, aber keiner sagte etwas. Kurze Zeit später fasste ich mir ein Herz und stellte mich zunächst ausführlich vor. Keine fünf Minuten später hatte ich schon die ersten herzhaften Lacher auf meiner Seite. Ich präsentierte nun also ein paar meiner Werke und die Schwerkraft schien immer mehr an den Kinnladen der Anwesenden zu zerren. Mit so vielen Sachen hatten sie anscheinend nicht gerechnet. Plötzlich ging die Tür auf und Jurymitglied Nr. 4 betrat den Raum. Jetzt wurde es aber richtig gemütlich. Die gute Frau war wohl sonst für die Gespräche zuständig aber sie meinte nur grinsend zu mir: „Normalerweise fragt man ja noch sowas wie, WAS SIND IHRE STÄRKEN, WAS SIND IHRE SCHWÄCHEN, blablabla. Das sparen wir uns jetzt mal“.
Weiter ging es mit meiner kleinen Präsentation. Jurymitglied 4 bemerkte irgendwann, dass ich passend zu einem DVD-Cover (was ihr anscheinend sehr gut gefiel
) auch ein Plakat gestaltet habe und wollte das unheimlich gerne sehen. Sie sagte: „Mensch, ist dass nicht wieder der nette junge Mann mit dem freien Oberkörper?“ Alle lachten schallend und ihren Wunsch konnte ich natürlich nicht abschlagen. Und nein, es handelte sich nicht um ein Porno-Cover oder ähnliches, solche „Schweinereien“, wie mein Chef sagen würde, verkaufen wir nämlich nicht.
Als sich das Gespräch dem Ende neigte (das eher einem Kaffeeklatsch ähnelte, als einem Bewerbungsgespräch, denn eine Stunde war zu dem Zeitpunkt locker um), wurde mir mitgeteilt, dass ich noch mit dem Chef und noch einem weiteren Kollegen sprechen sollte. Also ab ins nächste Büro. Auch hier verbrachte ich bestimmt zwanzig Minuten, bis sich herausstellte, dass mein neuer Chef im Stau festsaß und es nicht mehr rechtzeitig schaffen würde. Nun ja, mir wurde angeboten, dass sich nochmal jemand wegen einem neuen Termin bei mir melden würde. Kein Problem dachte ich mir, sehr gerne.
Zwei Tage später rief mich die nette Dame aus der Personalabteilung völlig aufgelöst vor Freude an und sagte mir: „Frau Koch, wenn Sie … ähm Zeit <kurze Pause> können Sie heute mittag spontan vorbeikommen, wir hätten da ihren Vertrag, den sie nur noch unterschreiben müssten. Bei Ihnen waren wir uns alle sofort einig, wir wollen sie unbedingt so schnell wie möglich haben!!!“
Mit Kusshand wurde ich also vor kurzem empfangen und es wurde darum gebeten, doch schnellstmöglich meine Arbeit anzutreten. So eine positive Aufregung wegen meiner Persönlichkeit war mir fast fremd. Zumindest war es sehr schön zu erfahren, dass man sich so sehr auf mich freut, denn ich freue mich jetzt auch
!!!
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