Grillen bei den Großeltern

26 08 2007

Gestern Abend wurde zum Grillen im Garten meiner Großeltern geladen. So wie ich solche Abende in Erinnerung hatte, endete das Ganze in einer großen Fressorgie. Dieser Abend jedoch war nicht ganz so extrem, wie man es sonst gewohnt war.

Ein kleines Beispiel dazu:

Man saß gemütlich am Tisch und unterhielt sich seit ca. 1 Minute mit der lieben Familie (man war quasi gerade erst angekommen). Die ersten Würstchen und Nackenkotelettes lagen bereits servierfertig auf dem Grill. Nun ging es also los. Oma verteilte soeben das Fleisch unter den Anwesenden. Bei der Hälfte der Portion fragte sie dann meinen Papa: “Manni, du nimmst doch noch son Stück Fleisch, oder?” Es war eher eine rethorische Frage, denn im gleichen Atemzug lag das besagte Stück Fleisch schon auf Papas Teller. So ging es dann weiter, bis man kurz davor war, einem Magendurchbruch zu erliegen.

Gestern lief es etwas gesitteter zu, aber auch nur, weil wir ihr des öfteren Einhalt geboten (sonst wären wir dem selben Disaster wie sonst erlegen). Trotz allem ist und bleibt meine Oma eine kleine “Wibbelfurt”. Aufstehen, hinsetzen, wieder aufstehen, herumlaufen, hinsetzen. Sie kommt einfach nicht zur Ruhe.

Seit längerer Zeit fährt meine Oma total auf die “Gruppe” (es sind ja nur zwei Männekes) die “Amigos” ab. Der ein oder andere von euch, hat bestimmt schonmal etwas von denen gehört. Ich übrigens auch, zumindest kannte ich sie von dem Fernsehsender “Terra Nova” die ihre Werbespots monatelang nicht zu aktualisieren scheinen (mittlerweile gibt es ihn wohl auch nicht mehr). Dort schallerten sie dann immer eines ihrer Lieder: “Und mein Elternhaus will ich noch einmal sehn”. Furchtbar!!!

Nun aber zurück zum gestrigen Abend. Besagte Amigos quäkten durch die Box, die meine Großeltern an der Terasse angebracht haben. Zunächst in annehmbarer Lautstärke, aber zwischendurch schien es da gewisse Schwankungen der Lautstärke zu geben :D . Kurz: diese ohrenbetäubende Musik wurde selbst meiner Oma irgendwann zu viel, sodass sie sie leiser machte. Danke dafür, liebe Oma!

Anschließend wurde dann eine CD der Band PHOENIX (in der auch mein Papa aktiv ist) zum Besten gegeben. Irgendwann hatte mein Opa den Kaffee auf und wollte die Musik leiser machen. Nun ja, er erwischte wohl den falschen Knopf der Fernbedienung. Plötzlich schrie PHOENIX das halbe Nachbarsgebäude zusammen. Sehr schön. Es dauerte auch einen Moment bis man dann den richtigen Knopf gefunden hatte ;) . Schallendes Gelächter übertönte die Musik. Die Nachbarn meiner Großeltern hatten bestimmt auch ihre helle Freude an uns :) .

Wenn ich diesen ganzen gestrigen Abend Revue passieren lasse, kann ich nur sagen, dass es einer der schönsten und lustigsten mit meinen Großeltern war (im Grunde genommen könnte ich ein Buch darüber schreiben) Hoffentlich bleiben sie mir noch lange erhalten!!!

P.S.: Weitere Annekdötchen des Abends finden sich unter meinem Post “Reine Poesie”. Da ging es zum Teil richtig zur Sache :) .


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